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Das Laufen war für mich lange Zeit ein notwendiges Training für das Bergsteigen und somit Mittel zum Zweck. Dass Laufen selbst bereits eine erfüllende Sportart sein kann, habe ich aber bald entdeckt. Meine Vorliebe ist mittlerweile der Ultramarathonlauf geworden. 

Seither konnte ich mehrfach erfolgreich an verschiedenen Marathons und Ultramarathons teilnehmen. Ein Auszug der Läufe seit 2014:

 

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Im Februar 2014 war ich als erster deutscher Läufer in Lappland/Finnland beim bedeutensten Winterrennen (Querfeldeinrennen mit Überlebensausrüstung) in Europa dem "Rovaniemi150" am Start und konnte von 28 internationalen Läufern den 5. Platz erreichen.

Ferner im Jahr 2014 im 6-Stunden-Lauf mit 64,05 km der 4. Platz in meiner Altersklasse (M55) und im 12-Stunden-Lauf mit 112,12 km der bisher 5. Platz in der Deutschen Rangliste 2014 in meiner Altersklasse (M55).

Das nächste große Ziel war die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im 24-Stunden-Lauf am 13.07.2014 in Berlin zu der ich qualifiziert war (Qualifikation: mindestens zwei 100km-Läufe in den letzten zwei Jahren). Leider lief es an diesem Tag nicht besonders gut. Hitze (die ich überhaupt nicht mag) und hohe Luftfeuchtigkeit machten mir zu schaffen und bereiteten mir Kreislaufprobleme. Nach 120 km habe ich deshalb den Wettkampf beendet.

 

Nach dem 1. Remstal-Marathon der am 28.09.14 stattfand (3:36 h) führte ich vom 10.-12. Oktober 2014 eine Gruppe von fünf Teilnehmern bei der 2. Extremwanderung auf dem Remstal-Höhenweg von Remseck/Kreis Ludwigsburg bis nach Essingen/Ostalbkreis über eine Distanz von 123 km und ca. 2700 Höhenmetern. Nach der 1. Extremwanderung im Oktober 2013 von Fellbach nach Essingen mit sechs Teilnehmern über eine Distanz von 107 km und ca. 2900 Höhenmeter ein weiterer Erfolg auf dem Remstal-Höhenweg.

 

Meine 10. Teilnahme am Sparkassen-Alb-Marathon (50 km und 1160 Höhenmeter), der am 25.10.14 in Schwäbisch Gmünd stattfand, war ein Erfolg. Mit 4:34:16 h lief ich meine persönliche Bestzeit auf dieser anspruchsvollen Strecke und bedeuteten Platz 5 in meiner Altersklasse M55.

 

Das Jahr 2014 ist zu Ende. Die Ergebnisse der Deutsche Rangliste im 12-Stunden-Lauf liegen vor. Mit meiner Leistung von 112,12 km habe ich somit den 5. Platz in der deutschen Rangliste der Altersklasse AK55 erreicht. In der Europäischen Rangliste bedeutete dies den 24. Platz und in der Weltrangliste Platz 32.

 

 

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Das Jahr beginnt hervorragend. Am 28. Februar fand in Marburg/Lahn die Deutsche Meisterschaft der DUV im 50 km Lauf statt. Mit meiner persönlichen Bestzeit von 3:55:06 h schaffte ich es in meiner Altersklasse auf das Podest und konnte die Bronzemedaille mit nach Hause nehmen. Ein wahnsinniger Erfolg für mich.

 

 

Am 11.04.2015 war ich am Start der Deutschen Meisterschaft im 100 km-Lauf. Mit dem Gewinn der Bronzemedaille sechs Wochen zuvor, hatte ich schon meinen größten sportlichen Erfolg gefeiert. Dieser wurde noch getoppt durch den Titel "Deutscher Vizemeister im 100km-Lauf in der Altersklasse M55" und dem Gewinn der Silbermedaille in einer Zeit von 9:21:05 Stunden. IRRE!!!!   Teilnahme an zwei Deutschen Meisterschaft innerhalb von sechs Wochen und zweimal auf dem Podest!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die deutschen Meisterschaften im 24-Stunden-Lauf sind Geschichte. In Reichenbach/Vogtland fanden sich ca. 180 Sportler-/innen um in 24 Stunden Kilometer zu sammeln. Für mich war es eine gelungene Teilnahme, die mit einem super Betreuerteam der LG DUV erfolgreich wurde. 164,5 km nach 24 Stunden und damit der 5. Platz in meiner Altersklasse.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oktober: Die Teilnahme am Montane-Goldsteig-Ultrarace, mit 661 km und ca. 19.000 Höhenmeter das derzeit längste Nonstop-Rennen Europas ist Geschichte. Meine Erlebnisse dazu:

Von den 70 angemeldeten Teilnehmern waren am Freitag, 25.09. um 12.15 Uhr noch 42 am Start. Warum bereits so viele Teilnehmer abgesagt haben, ist nicht bekannt. Vielleicht krank geworden oder war die Vorbereitung auf den Lauf nicht wie erhofft. Ich fühlte mich sehr gut vorbereitet, nicht nur körperlich, sondern auch was die Taktik und die Logistik für dieses Rennen betraf. Mein Bruder Hubert begleitete mich mit dem Wohnmobil. Immer wieder hatten wir Treffpunkte vereinbart, wo es für ihn möglich war, direkt an den Streckenverlauf zu kommen. Da konnte ich dann essen, trinken und auch schlafen.

 

Der Startpunkt des Rennens war etwas außerhalb von Marktredwitz. Auf dem Weg vom Hotel zum Startpunkt, fielen wir Teilnehmer in der Fußgängerzone schon ganz ziemlich auf. Auf unsere Antworten auf die vielen Fragen von Passanten, was wir denn vorhätten, ernteten wir nur Kopfschütteln und Aussagen wie „das ist doch gar nicht möglich“.

Ob das möglich war, 661 km mit den knapp 20.000 Höhenmetern zu schaffen, wollte ich ja wissen. Deshalb war nach dem Start zuerst mal wichtig, auf den ersten 40 km einzulaufen, den Rhythmus zu finden und die Aufregung der Startphase zu vergessen. Ja und es lief echt gut, mein geplantes Tempo konnte ich einhalten und ich fühlte mich fit.

Die Strecken- und Wegführung überraschte mir mehrfach ganz schön. Steile An- und Abstiege, steinige und ausgesetzte Passagen auf den Gipfeln, kilometerweise Wurzelpfade (die vor allem in der Nacht sehr schwierig zu laufen waren) und teilweise unerkennbare Pfade durchs Unterholz. Solche Passagen verlangten immer volle Konzentration. Deshalb war dieses Rennen nicht nur körperlich sehr fordernd.

 

Für Erholung und Schlaf war nur kurz Zeit. Ca. 3-4,5 Stunden hatte ich pro Nacht Schlaf eingeplant. Die Ankunft bei den Schlafplätzen war dann meist zwischen Mitternacht und 03.00 Uhr. Und immer dann, wenn es gerade im Schlafsack gemütlich wurde, klingelte der Wecker. Raus und wieder auf die Strecke, was bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und teilweise heftigem Wind während des ganzen Rennens schon auch eklig war. Während ich meine Ausrüstung wieder startklar machte, bereite mein Bruder das Frühstück vor. Und dann ging es wieder weiter bis Mitternacht.

Konditionell war ist sehr gut drauf, auch nach hunderten von Kilometern keine Erschöpfung, keine Muskelkrämpfe oder Muskelkater. Das überraschte mich und baute mich auf, auch den Rest der Strecke zu schaffen. Auch die vielen SMS von euch waren echt super. Manchmal lief mir ein Schauer über den Rücken, als ich las, mit welchem Eifer ihr dabei wart.

Nach etwa 360 km fingen die ersten Probleme mit dem linken Knie- und Sprunggelenk an. Immer wieder war eine völlige Blockade vorhanden, was sich jedoch nach einigen Kilometern wieder besserte. Aus meiner Erfahrung wusste ich, dass viele Probleme kommen und gehen, mal für einige Zeit die Hüfte, dann das Knie usw.

Dieses Mal war es aber so, dass sich die Probleme immer mehr verstärkten. Vor allem die Abstiege von den Gipfeln wurden zur Tortur, da meine Knie- und Sprunggelenke entzündet und dick waren und einfach nur höllisch schmerzten. Deshalb konnte ich  mein Tempo seit Stunden nicht mehr halten. Kurz vor Erreichen des Checkpoints Lalling, war mir somit auch klar, dass ich in der gesetzten Zeit das Ziel nicht mehr erreichen konnte. Nachdem dann die letzten Stunden bis nach Lalling zu schmerzhaft waren, entschied ich mich, dort das Rennen zu beenden, auch um weiteren Schaden von meinem Körper abzuwenden. Ich möchte ja in Zukunft auch noch laufen können.

Somit war dann das Ende bei Kilometer 495 gekommen (es gab unterschiedliche Angaben zu den Distanzen, jedoch nach der neuesten Überarbeitung steht die Zahl 495). Trotz der kleinen Enttäuschung darüber, dass es nicht mehr weiterging, bin ich stolz darauf, diese 495 Kilometer und 13.800 Höhenmeter im Auf- und Abstieg auf diesem schwierigen Weg an einem Stück geschafft zu haben.

Zumindest habe ich eines dabei erreicht: die Verbesserung meines persönlichen Rekordes im Nonstop-Ultralauf von bisher 480 km auf nun  495 km.

Jetzt ist erst mal Erholung und Genesung angesagt und dafür werde ich mir genügend Zeit lassen.

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                                                              

 

 2016

 

Deutsche Meisterschaften im 50 km Lauf  am 05.03. in Berlin

Nach einem super schnellen Lauf, meine Bestzeit aus dem Jahr 2015, habe ich um über 5 min verbessert, erreichte ich leider nur den 4. Platz in meiner Altersklasse. Lediglich 19 Sekunden hinter der Bronzemedaiile nach 50 km waren anfangs schon bitter. Aber ich hatte mit 3:49 h alles gegeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutsche Meisterschaften im 24 Stunden-Lauf am 31.04. in Basel

 

20 Stunden Starkregen und kühle Temperaturen prägten diesen Wettkampf. Anfangs noch zurückhaltend konnte ich von Stunde zu Stunde Plätze gutmachen. In der letzten Stunde musste ich meinen bis dahin erreichten 3. Platz noch zum viertplazierten, der lediglich noch 1 km hinter mir lag verteidigen. Mit der Bronzemedaiile und dem Ergebnis von 169,16 km konnte ich einen weiteren bedeutenden Erfolg im Ultralauf erreichen.

 

 

DUV Banner

 

Meine bedeutensten Erfolge und Läufe  (länger als Marathon-Distanz):  

              

 - Deutscher Vizemeister im 100 km Straßenlauf 2015 in der Altersklasse M55 (9:21:05 h)

- Bronzemedaille bei der Deutschen Meisterschaft der DUV 2015 im 50 km Straßenlauf (3:55:06 h), AK 55

- Bronzemedaiile bei der Deutschen Meisterschaft der DUV 2016 im 24 Stundenlauf mit 169,16 km, AK 55

- Deutscher Vizemeister Seniorenmannschaft im 100 km Straßenlauf 2016 (Ü50)

- Deutscher Vizemeister Seniorenmannschaft im 24 Stundenlauf 2016 (Ü50)

- 4. Platz bei der Deutschen Meisterschaft der DUV 2016 im 50 km Straßenlauf (3:49 h), AK 55

- 5. Platz bei der Deutschen Meisterschaft der DUV im 24-Stunden-Lauf 2015 mit 164,5 km, AK 55

- 6. Platz bei der Deutschen Meisterschaft im 100 km Staßenlauf 2016 in der Altersklasse M 55

- Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der DUV im 6-Stunden-Lauf (62,3 km = 10.Platz AK 50)

- Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der DUV im Cross- und Landschaftslauf über 50 km

- Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der DUV im 24-Stunden-Lauf in Berlin 2014

- Bronzemedaille bei der Deutschen-DJK-Meisterschaft im Halbmarathon (Mannschaftswertung)

-495 km und 13.800 Höhenmeter Nonstop beim 2. Goldsteig-Montane-Ultrarace 2015

- dreifache Teilnahme an 12-Stunden-Läufen (bestes Ergebnis 112,12 km und damit 5. Platz AK 55 in der deutschen Rangliste    2014)

- zweifache Teilnahme 100 km von Biel (CH) - bestes Ergebnis 11:15 h

- elffache Teilnahme am Alb-Marathon (50 km und 1150 Höhenmeter) - bestes Ergebnis 4:27 h im Jahr 2016

- 336 km beim Iditarod-Trail Winterrennen in Alaska (2010)

- 480 km beim Iditarod-Trail Winterrennen in Alaska (2012)

- "Rovaniemi150" - Trail-Winterrennen über 151 km in Rovaniemi/Finnland am Polarkreis, 2014 - 5. Platz von 27    Läufern

- 80 km und 2400 Höhenmeter bei der Brocken-Challenge 2011 in 9:58 h

- 76 km Lauf von Ludwigsburg nach Schwäbisch Gmünd-Lindach

- 62 km Lauf von Untertürckheim nach Schwäbisch Gmünd-Lindach

- 60 km Lauf, Projekt: "Gmünder Stadtteil-Lauf"

- 238 km "Alb-Extrem-Tour", Lauf mit Radanhänger

- 100 km Lauf mit Radanhänger auf dem Kochertal-Radweg

- 360 km Lauf von Mannheim (tiefster Punkt Baden-Württ.) auf den Feldberg (höchster Punkt Baden-Württ.), 2007

- 980 km Lauf von Neuendorf (tiefster Punkt Deutschlands) auf die Zugspitze (höchster Punkt Deutschlands), 2007

- 127 km auf dem Remstalhöhenweg von der Quelle bei Essingen bis zur Mündung der Rems in Remseck

- 60 km auf dem Remstalhöhenweg von Fellbach bis Lorch-Muckensee

- 46 km auf dem Remstalhöhenweg von Lorch-Muckensee bis Essingen

- 46 km auf dem Remstalhöhenweg von Schwäb.Gmünd-Lindach bis Wellingshof

- "Rössleweg" 60 km Rundweg um Stuttgart mit ca. 1200 Höhenmetern

 

- 6-Stunden-Lauf Ottobrunn/München 2014 - 64,05 km und 4. Platz/AK M55

- 12-Stunden-Lauf Schwäbisch Gmünd 2014 - 112,12 km und 3. Platz/AK M 55 - Gesamt 7. Platz

 

 

Sonstige Unternehmungen:

 - 100 km mit dem Tretroller auf dem Bodensee-Radweg

- Leiter der 1. Extremwanderung auf dem Remstalhöhenweg von Fellbach bis Essingen 107 km/2900 Höhenmeter